e-Rechnung, Good to know

E-Rechnung Pflicht seit 2026: Warum ein PDF nicht mehr ausreicht

Seit dem 1. Januar 2026 gilt die E-Rechnungspflicht im B2B-Bereich. Was einfach klingt, sorgt aktuell für viel Unsicherheit. Denn viele Unternehmen glauben, sie schreiben bereits E-Rechnungen. In der Praxis sehen wir etwas anderes. Oft wird weiterhin ein PDF verschickt. Formal ist das keine E-Rechnung. Das Problem daran: Der Fehler fällt im Alltag nicht auf. Kann aber später teuer werden.

DATUM

15. April 2026

Autor

Daniel Daubner

Lesedauer

5 MIN

Unternehmer prüft E-Rechnung auf Laptop und wirkt unsicher bei Umstellung auf digitale Rechnungen

Was ist eine E-Rechnung wirklich?

Eine E-Rechnung ist keine Datei, die „digital aussieht“.

Sondern ein strukturierter Datensatz.

Das bedeutet:

  • Die Rechnung enthält maschinenlesbare Daten

  • Sie kann automatisiert verarbeitet werden

  • Sie erfüllt definierte Standards

Die wichtigsten Formate:

  • XRechnung

  • ZUGFeRD

Ein klassisches PDF erfüllt diese Anforderungen nicht.

Wer ist betroffen?

Die Pflicht betrifft grundsätzlich alle Unternehmen im B2B-Bereich.

Also immer dann, wenn eine Rechnung an ein anderes Unternehmen gestellt wird.

Auch kleinere Betriebe sind betroffen.

Unabhängig davon, wie viele Rechnungen sie schreiben.

Die häufigsten Fehler in der Praxis

Aus unserer täglichen Arbeit sehen wir vor allem drei typische Probleme:

1. PDF wird als E-Rechnung verstanden

Viele Unternehmen versenden weiterhin PDF-Dateien und gehen davon aus, dass das ausreicht.

2. Software ist nicht vorbereitet

Nicht jedes System kann XRechnung oder ZUGFeRD erstellen oder verarbeiten.

3. Prozesse sind nicht angepasst

Auch wenn die Technik vorhanden ist, fehlt oft ein sauberer Ablauf im Unternehmen.

Welche Risiken entstehen

Die Auswirkungen zeigen sich oft erst später.

Typische Folgen:

  • Probleme beim Vorsteuerabzug

  • Rückfragen durch Finanzamt oder Geschäftspartner

  • zusätzlicher Aufwand bei Korrekturen

Das eigentliche Problem ist nicht die Regelung selbst.

Sondern, dass Fehler lange unbemerkt bleiben.

Was Sie jetzt konkret prüfen sollten

Wenn Sie unsicher sind, starten Sie mit diesen drei Punkten:

  • Können Sie E-Rechnungen im richtigen Format erstellen

  • Können Sie E-Rechnungen empfangen und verarbeiten

  • Sind Ihre internen Abläufe darauf abgestimmt

Wenn eine dieser Fragen offen bleibt, besteht Handlungsbedarf.

Daniel Daubner // Goerke und Partner

Unser Ansatz in der Praxis

Wir erleben aktuell, dass viele Mandanten nicht an der Umsetzung scheitern,

sondern an fehlender Klarheit.

Deshalb gehen wir das Thema strukturiert an:

  • Bestandsaufnahme der vorhandenen Systeme

  • Prüfung der technischen Voraussetzungen

  • Anpassung der Abläufe im Alltag

Ziel ist nicht nur, die Pflicht zu erfüllen.

Sondern Sicherheit im Umgang damit zu schaffen.

Daniel Daubner
Steuerberater & Geschäftsführer

Goerke & Partner, Berlin

Fazit

Die E-Rechnung ist kein reines Technik-Thema.

Sie verändert Prozesse.

Wer das früh sauber aufsetzt, spart später Zeit und vermeidet unnötige Risiken.

Häufige Fragen zur E-Rechnung
Was gilt ab 2026 als E-Rechnung?

Eine E-Rechnung ist eine Rechnung in einem strukturierten, maschinenlesbaren Format. Dazu zählen z. B. XRechnung oder ZUGFeRD. Ein einfaches PDF erfüllt diese Anforderungen nicht.

Nein. Ein PDF ist keine E-Rechnung im Sinne der neuen Vorgaben. Es fehlt die strukturierte Datenbasis, die für die automatisierte Verarbeitung notwendig ist.

Ja. Die Pflicht betrifft grundsätzlich alle Unternehmen im B2B-Bereich, unabhängig von Größe oder Umsatz.

Das kann zu Problemen führen, z. B. beim Vorsteuerabzug oder bei Rückfragen durch Geschäftspartner und Finanzamt. Oft werden diese Fehler erst spät erkannt.

Die wichtigsten Formate sind XRechnung und ZUGFeRD. Welche Variante sinnvoll ist, hängt von Ihren Prozessen und Ihrer Software ab.

Ja. Unternehmen müssen nicht nur E-Rechnungen erstellen, sondern auch empfangen und verarbeiten können.

Prüfen Sie, ob Ihr System E-Rechnungen im richtigen Format erstellen und verarbeiten kann. Im Zweifel lohnt sich eine kurze Abstimmung mit dem Steuerberater.

Eine Bestandsaufnahme:

 

Welche Systeme nutzen Sie aktuell und was können diese bereits? Darauf aufbauend lassen sich die nächsten Schritte klar definieren.

Quellen & rechtliche Grundlagen

Hashtags:

#erechnung #digitalisierung #steuerberatung #buchhaltung #unternehmertum #prozesse #klarheit

Weitere Beiträge

Viele Unternehmen glauben, sie arbeiten bereits digital, weil sie Unterlagen per E-Mail verschicken. In…
Gerade in der Anfangszeit einer Selbstständigkeit ist die Buchhaltung oft Nebensache – bis es…
Die Betriebsprüfung durch das Finanzamt gehört zu den Dingen, die vielen Unternehmer:innen Bauchschmerzen bereiten.…
Bei Goerke & Partner arbeiten wir kontinuierlich daran, die Zusammenarbeit mit Ihnen einfacher, transparenter…
Digitale Steuerberatung lebt nicht nur vom Wissen der Menschen – sondern auch von den…
Scannen, mailen, fertig? So denken viele Unternehmer:innen. Doch was auf den ersten Blick digital…

Holen Sie sich die aktuellen News und Wissen in ihren Posteingang

Jetzt PDF anfordern und vorbereitet ins neue Jahr starten

Erfahren Sie in wenigen Schritten, wie die neue MyDATEV Kommunikation funktioniert – und was sich ab Januar ändert.

Fordern Sie jetzt unser kompaktes Info-PDF an.

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich.

Checkliste sichern – Klarheit gewinnen!

Finden Sie heraus, ob Ihre Steuerberatung wirklich zu Ihnen passt.

📩 E-Mail eintragen & Checkliste per Mail erhalten.

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich.

Jetzt Teil von etwas Größerem werden.

Sie suchen mehr als nur einen Job? Bei Goerke & Partner erwartet Sie ein Team, das gemeinsam unternehmerisch denkt, digital arbeitet und Ihre persönliche Weiterentwicklung unterstützt. Entdecken Sie unsere aktuellen Stellenangebote und gestalten Sie mit uns die Steuerberatung der Zukunft – strategisch, persönlich und menschlich.

Immer einen Impuls voraus.

Erhalten Sie regelmäßig Einblicke, Tipps und Inspiration rund um Steuern, Unternehmertum und digitale Entwicklungen – verständlich, praxisnah und mit Haltung.

Jetzt zum Newsletter anmelden und Teil unserer Wissensgemeinschaft werden.